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Moore und Heiden des westlichen Münsterlandes

Vogelschutzgebiet DE-3807-401

Größe

2324 ha

80 % des Vogelschutzgebietes (ca. 1858 ha) befinden sich im Eigentum des Landes Nordrhein-Westfalen, die restlichen 20 % sind private Flächen (ca. 465 ha).

Lage

Kreis Borken, Westmünsterland

Schutzstatus

Das VSG umfasst Naturschutzgebiete (NSG), FFH-Gebiete und Landschaftsschutzgebiete.

Naturschutzgebiete (NSG):

  • NSG „Zwillbrocker Venn“ (185 ha)
  • NSG „Ellewicker Wiesen“ (63 ha)
  • NSG „Krosewicker Grenzwald“ (7,4 ha)
  • NSG „Ammeloer Venn“ (70 ha)
  • NSG „Lüntener Wald“ (111 ha)
  • NSG „Lüntener Fischteiche“ (101 ha)
  • NSG „Amtsvenn – Hündfelder Moor“ (891 ha)
  • NSG „Eper-Graeser Venn“ (mit 241 ha)

FFH-Gebiete:

  • DE-3906-301 „Zwillbrocker Venn und Ellewicker Feld“
  • DE-3806-301 „Lüntener Fischteich und Ammeloer Venn“
  • DE-3807-301 „Amtsvenn und Hündfelder Moor“
  • DE-3807-303 „Graeser Venn - Gut Moorhof”
  • DE-3808-301 “Eper-Graeser Venn/ Lasterfeld”

Lebensräume und Bedeutung für das LIFE-Projekt

Die Moore an der deutsch-niederländischen Grenze zählen zu den letzten größeren zusammenhängenden Moorgebieten in Nordrhein-Westfalen. Zusammen mit entsprechenden Gebieten auf niederländischer Seite repräsentieren sie die Reste der ehemals ausgedehnten Moore am Südrand der Norddeutschen Tiefebene. Das bestehende und erweiterte Vogelschutzgebiet umfasst die noch erhaltenen Moorreste sowie einige Feuchtwiesenkomplexe. Infolge der Kultivierung haben sich vielfältige Lebensräume wie trockene Heidegebiete, feuchte Heiden mit Glockenheide- und Gagel-Beständen sowie Nass- bzw. Feuchtgrünländer herausgebildet. Neben der Unterschutzstellung wurden großflächig Optimierungs- und Extensivierungsmaßnahmen durchgeführt. Dadurch konnten viele Indikatorarten der Moore, Heiden und Feuchtwiesen in ihrem Bestand gesichert und gefördert werden.

Insgesamt hat das Vogelschutzgebiet "Moore und Heiden des westlichen Münsterlandes" eine überregionale Bedeutung für brütende, rastende und überwinternde Vogelarten. Dazu zählen zum Beispiel Blaukehlchen und Heidelerche, Tüpfelsumpfhuhn und Ziegenmelker, aber auch hohe Bestandsdichten von Knäkente, Krickente und Schwarzkehlchen als typische Brutvögel in Mooren. Große Gebietsteile werden von ausgedehntem, naturschutzgerecht bewirtschaftetem Feuchtgrünland geprägt. Sie bergen einige Hauptvorkommen des Brutbestandes von Uferschnepfe und Großem Brachvogel in NRW.

Geplante Maßnahmen

Die Biologische Station Zwillbrock wird schwerpunktmäßig mit Unterstützung der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe, Kreisstelle Borken, bei der Konzeptionierung und Durchführung eines naturschutzfachlichen Beratungsangebots für die landwirtschaftlichen Betriebe im VSG "Moore und Heiden des westlichen Münsterlandes" tätig sein.
In Kooperation mit der lokalen Jägerschaft wird in den nächsten Jahren das Prädatorenmanagement in den Schutzgebieten Amtsvenn, Zwillbrocker Venn, Ellewicker Feld, Ammeloer Venn, Krosewicker Feld und Heubachwiesen optimiert.